Eine kindgerechte Korrektur der Zahnstellung verbessert die Zahngesundheit wie auch die Lebensqualität Ihres Kindes.

Ihnen als Eltern tun sich viele Fragen auf? Unsere Antworten für Sie.

Was heißt KFO?

Kieferorthopädie, kurz KFO genannt, ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin, das sich speziell mit Zahn-und Kieferfehlstellungen befasst. Nicht nur unter ästhetischen Aspekten kann eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll sein, neben geraden Zähnen steht bei Zahn-und Kieferregulierungen vor allem die Gesundheit im Fokus.

Warum macht es Sinn, Zähne von Kindern korrigieren lassen?

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die dafür sprechen, Zähne von Kindern kieferorthopädisch korrigieren zu lassen. Schiefe Zähne sind zwar nicht schön, für uns jedoch in der Regel nicht der medizinische Anlass für eine Behandlung. Schief stehende Zähne können: das Kauen und somit die Verdauung beeinträchtigen, eine mögliche Ursache für Sprachfehler sein und sich ungünstig auf die Mundhygiene auswirken, da krumme, verschachtelte Zähne sich schlecht putzen lassen. Des weiteren können bestimmte Zahnfehlstellungen eine Beeinträchtigung des Schädelwachstums bewirken.

In welchem Alter sollte eine kieferorthopädische Behandlung beginnen?

Frühvorstellungen von Kindern ab dem 3. oder 4. Lebensjahr zur Beurteilung von Kieferfehlstellungen etc. sind möglich, jedoch nur bei extremen Fehlentwicklungen notwendig.

Je nach Gebiss-und Kieferentwicklung können Frühbehandlungen medizinisch sinnvoll sein. Eine Frühbehandlung kann frühestens ab dem 5. oder 6. Lebensjahr, in der Regel im Alter von 8-9 Jahren stattfinden.

Normale Behandlungen beginnen in der Regel zwischen dem 10-13 Lebensjahr, je nach Stand des Zahnwechsel und dem notwendigen Behandlungsumfang.

Grundsätzlich gilt, der optimale Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ist maßgeblich für den Behandlungserfolg. Daher ist es Ratsam eine erste Routine-Untersuchung zwischen 7-9 Jahren zu vereinbaren.

Was passiert beim ersten Termin beim Kieferorthopäden?

Bei Ihrem ersten Besuch bei uns, lernen wir uns zunächst einmal kennen, und Sie können uns berichten was Sie zu uns führt. Es findet eine kurze Untersuchung der Zähne und des Bisses statt, um festzustellen, ob eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll und notwendig ist. Sollte dies der Fall sein, fertigen wir diagnostische Unterlagen von den Zähnen an und erstellen eine Behandlungsplanung.

Bei einem Folgetermin/ Ihrem zweiten Termin werden Sie von uns ausführlich beraten und Ihnen wird die Behandlungsplanung erklärt. Sie erhalten ausführliche Informationen über Behandlungsmöglichkeiten, Alternativen, mögliche Therapieabläufe, voraussichtliche Behandlungsdauer und welche Leistungen/Kosten Ihre Krankenkasse übernimmt. Unsere Grundprinzipien sind, Sie bestmöglich aufzuklären, um Ihnen anstehende Entscheidungen zu erleichtern. Kurz: Bei diesem Termin beantworten wir gerne ausführlich all Ihre Fragen.

Entstehen beim ersten Beratungstermin schon Kosten?

Kieferorthopädische Erstberatungstermine von Kindern werden von den Krankenkassen übernommen – egal ob Sie privat oder gesetzlich versichert sind.

Mein Kind ist schon ein Teenager – kann man da immer noch mit einer Zahnregulierung beginnen?

Grundsätzlich ist eine Zahn-und Kieferkorrektur bis ins hohe Erwachsenenalter möglich. Effektiver und mit weit geringerem Behandlungsaufwand ist allerdings eine Therapie, bevor das Wachstum von Kiefer und Gebiss vollständig abgeschlossen ist, also mit 9-12 Jahren. 

Es gilt jedoch: Die gesetzlichen Krankenkassen genemigen eine kieferorthopädische Therapie nur bis 18. Lebensjahr.

Welche Zahnspangen gibt es?

Wir unterscheiden zwischen festsitzenden Zahnspangen (Brackets), Alignern und herausnehmbaren Zahnspangen. Welche Spange für Ihr Kind bzw. die medizinisch beste Therapie ist, ergibt sich aus unseren Untersuchungen und Auswertungen. Wir besprechen alles sehr ausführlich mit Ihnen.

Kann mein Kind mit einer festsitzenden Spange ganz normal Zähne putzen und pflegen?

Ja unbedingt, auch wenn das Zähneputzen anfangs vielleicht etwas länger dauert. Wir zeigen Ihnen und Ihrem Kind wie Sie Zähne und Zahnspange am besten reinigen und welche Hilfsmittel es dafür gibt. Zudem ist neben der eigenen Zahnpflege auch eine professionelle Reinigung in regelmäßigen Abständen empfehlenswert. Gerade bei Kindern mit Zahnspangen ist die Mundhygiene besonders wichtig.

Wie lange dauert eine Behandlung zur Korrektur von Zahnfehlstellungen insgesamt?

Die durchschnittliche Behandlungsdauer hängt ab von Alter und auch vom Schweregrad der Zahn- oder Kieferfehlstellung. Eine Behandlung kann vielleicht schon in wenigen Monaten beendet sein oder erst nach 4 Jahren. Bei guter Mitarbeit beträgt eine durchschnittliche Behandlung etwa 2 – 3 Jahre.

Wie oft finden Kontrolluntersuchungen statt?

Das hängt davon ab in welcher Phase der Therapie wir uns gerade befinden, in der Regel finden die Kontrolltermine alle 4-6 Wochen statt.

Bezahlt die Krankenkasse alle kieferorthopädischen Behandlungen für Kinder?

Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt die vertragszahnärztlichen Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen. Die gesetzliche Krankenkasse schreibe vor, dass der Versicherte für den Zeitraum der Behandlung 20% der Kassenkosten selbst übernimmt. Die 20% bekommt man am Ende der Therapie wieder von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet.

Behandlungen und Apparaturen, die über die vertraglich vorgesehenen Leistungen der Krankenkassen hinausgehen, werden von den Kassen nicht übernommen. Um welche es sich dabei handelt, erläutern wir Ihnen gerne detailliert im Gespräch.

Bei einer privaten Krankenversicherung gehören Behandlungen im kieferorthopädischen Bereich meist zum Leistungsumfang. Wir raten hierbei zur Abklärung, in welcher Höhe Ihre Versicherung Kosten übernimmt.